Woche 8 im Urban Gardening Wettbewerb

Die letzte Woche hat für die meisten Pflanzen einen ordentlichen Aufschwung gebracht. Die Auberginen blühen, sogar die am Wohnzimmerfenster, die schon kurz vorm Eingehen waren, bekommen neue Blätter und auch Blütenansätze. Auch die Chilli-Pflanze aus dem Vorjahr, die die Übersiedelung nach draußen im Mai nicht so gut verkraftet hat, bekommt neue Blätter und Blüten, ein erster winziger Chilli-Ansatz ist auch schon zu sehen.

Die ersten Tomaten werden rot und die ehemaligen Kümmertomaten haben nun auch den oberen Fensterabschluss erreicht, d.h. sie sind ca. 1,20 m hoch und haben sowohl Blüten wie auch Fruchtansätze. Ihr erinnert euch an die abgebrochenen Tomatenäste, die ich in die Erde gesteckt hatte? Der längste und vertrocknetste von allen vieren hat es geschafft. Er treibt Blätter, Seitentriebe und sogar Blüten aus! Ich habe ja fast alle Tomatenpflanzen aus selbst gesammelten Samen von den Tomaten vom Vorjahr großgezogen. Es scheint, als hätte die Hummel die da letztes Jahr ihre Runden gezogen hat, die Sortenreinheit etwas durcheinander gebracht. Ein Großteil der Pflanzen sollte aus Black Cherry und Black Plum, zweien meiner Lieblingssorten, bestehen. Die Form passt ja, aber die Farbe mit knalligem Hellrot lässt darauf schließen, dass da auch meine gelben Dattelweinparadeiser vom letzten Jahr eingekreuzt worden sein könnten. Ich hoffe, dass sie geschmacklich mehr von ihren dunkelrot-schwarzen Vorfahren haben.

Die Karotten, die in einigen Tomatentöpfen wachsen, sind zwar noch klein, aber man kann doch schon sehen, dass sie karottige Wurzeln ausbilden. Die Zucchini blühen ebenfalls, allerdings sind zur Zeit nur männliche Blüten aktiv. Die Kohlrabi, die ich am Ende von Woche 3 ausgesät hatte, haben sich zu meinem Erstaunen prächtig entwickelt. Kohlrabi sind mir noch nie gelungen, deshalb hatte ich auch diesmal keine große Hoffnung. Aber es scheint so, als könnte ich Ende August, Anfang September doch erstmals Kohlrabi aus eigener Ernte verarbeiten.

Die Erdbeeren setzen zur zweiten Blüte an, nicht so üppig wie die im Frühjahr, aber immerhin. Spät nachgesäter Mangold, Bohnen und Kohl sind auch ordentlich gewachsen. Kohl und Mangold sind aber mehr für den Herbst gedacht, die werden dann auch größere Töpfe übernehmen und mir hoffentlich auch im Winter ein paar grüne Blätter für die Suppe liefern.

Nichts geworden ist aus den spät nachgesäten Karotten im eigenen, großen Topf. Da sind die zarten Trieben teils den Spinnmilben und/oder teils irgendwelchem Getier in der Erde, das die kleinen Wurzen zerstört, zum Opfer gefallen. Auch die Spargelerbsen kann ich wohl endgültig aufgeben. Die hätten wohl doch mehr Platz gebraucht, als sie in der horizontal aufgehängten Plastikflasche zur Verfügung gehabt hatten. Kann auch sein, dass Mitte Mai schon zu spät für eine Aussaat am Südbalkon war. Erbsen mögen es ja nicht gerne so warm.

Written by Michaela