Der erste Salat der Saison vom eigenen "Garten"-
Im letzten Herbst hatte ich noch ein paar Salatsamen zu den Tomaten gesäht, in der Hoffnung nochmal ernten zu können, bevor der Winter kommt. Dank der Spinnmilbenplage blieben die Pflänzchen aber klein und wollten nicht so recht. Schnee und Eis konnten ihnen aber nichts anhaben, war es kalt hingen die Blättchen, wurde es milder standen sie wieder stramm. Als nun endgültig der Frühling bei uns Einzug gehalten hat, haben sie die Wachstumströdelei aufgegeben und sind ganz ordentlich in die Höhe geschossen. Damit gab’s am Wochenende den ersten eigenen Salat der Saison!

Was ihr da im Schüsserl seht sind Bätter vom Grazer Krauthäuptl (mit den roten Blattteilen), Lollo Biondo (der krause hellgrüne) und Rukola samt Blüten aus der Vorjahresaussaat. Dazu hab’ ich noch ein paar Blättchen vom heuer gekauften Forellenschlusssalat (der mit den roten Tupfen) und ein paar winzige Blättchen von der diesjährig ausgesäten Pflücksalatmischung, sowie ein bisschen Estragonblätter gegeben. Zusammen mit einer halben Gurke, 10 Cherrytomaten, Pinienkernen und Ziegenkäse wurde ein leckeres Abendessen draus.

Salate auf Balkon und Fensterbank

Salate sind ganz einfach zu ziehen. Die Töpfe oder Kisterl müssen nicht besonders groß sein, wenn man sie als Pflücksalate zieht, d.h. immer nur die äußeren Blätter erntet und das Herz stehen lässt Sie keimen bei niedrigeren Temperaturen besser als bei Sommerhitze, man kann sie also schon recht früh im Jahr aussäen. Die Keimfähigkeit lässt relativ schnell nach, 4 Jahre altes Saatgut wird kaum mehr Pflänzchen bringen (meiner Erfahrung nach). Wenn man ein oder zwei Salatpflanzen auswachsen und blühen lässt, kann man aber eigene Samen fürs nächste Jahr sammeln.

Forellenschluss-Salat

Ich war schon seit einiger Zeit auf der Suche nach Forellenschlusssalat, meine Freude heuer beim Hofer (!) Biopflänzchen dieser Sorte zu entdecken war also entsprechend groß. 12 Stück waren in meinem Kistchen um 99 Cent. Ein Drittel haben die Trauerflormückenlarven erledigt, der Rest gedeiht nun in einem 40 cm langen und 16 cm hohen Blumenkästchen unter dem Balkontisch. Salate brauchen ja keine Vollsonne, auf meinem Südbalkon sind sie da unten sicher besser aufgehoben. Und ja, das Kisterl ist tatsächlich knallpink! 😉

Pflücksalate habe ich in einer Plastikbox (14 x 24 cm, 10 cm hoch)die ich mit Abflusslöchern und einer Drahthängevorrichtung versehen habe, an der Balkonwand angebracht. Wenn der erstmal wächst, kann ich Salat für ca. zwei Schüsseln pro Woche davon ernten.

Rukola wächst in verschiedenen Kisterln am Balkon, der hat sich selbst ausgesät.

Written by Michaela